GigaBlue UHD Quad 4K Test: Ambitionierter UHD-Newcomer?

Seit November ist mit der UHD Quad 4K der erste 4K Receiver von GigaBlue erhältlich. Er soll es mühelos mit den Schwergewichten Dreambox DM920 und der Solo 4K von VU+ aufnehmen können. Hat sich GigaBlue übernommen und seinen Newcomer zu früh in den Kampf geschickt? Oder ist der neue 4K Receiver ein talentierter UHD-Newcomer? Wir haben die GigaBlue UHD Quad 4K im Test auf die Probe gestellt und eine Antwort auf diese Frage gefunden.

Eines muss man GigaBlue lassen: es verlangt sehr viel Mut, es mit einem eigenen 4K Receiver mit etablierten Schwergewichten des Receiver-Marktes aufnehmen zu wollen. Insbesondere dann, wenn einer der Konkurrenten auf den Namen „Dream Property“ hört und bereits seit Jahren und in Wohnzimmern auf der ganzen Welt etabliert ist. Um eine Erfolgs-Prognose über die UHD Quad 4K zu wagen und vohersagen zu können, ob sich der Mut von GigaBlue auszahlen wird oder ob die GigaBlue UHD Quad 4K gegen seine beiden Konkurrenten Dreambox DM920 und VU+ Solo 4K zu Boden geht, muss man sich den neuen UHD-Receiver genauer anschauen.

Edle Optik und Haptik

Das Design der GigaBlue UHD Quad 4K ist recht schlicht gehalten. Es ist in edlem Schwarz gehalten und glänzt mit silbernen Akzenten. Auf der vorderen linken Seite befindet sich ein in das Gehäuse eingelassener, seilberner Knopf, um den Receiver einzuschalten. Rechts daneben befindet sich ein 3‘‘-Farbdisplay, womit sich der Receiver das erste Mal in die Gewichtsklasse seiner Konkurrenten VU+ Solo und DM920 hervorwagt, die jeweils mit einem 3,5‘‘ (VU+ Solo) und einem 3‘‘ (DM920) aufwarten. Im rechten Drittel der Front verbergen sich ein USB-Anschluss, sieben Auswahltasten (Menu, Exit, Ok sowie vier Pfeil-Tasten zur Navigation) unter einer sanft schließenden Klappe. Weiter rechts befindet sich ein CI-Schacht sowie 2 Smart Card-Schächte. Ausreichend Luft für den Kampf gegen seine beiden Kontrahenten DM920 und Solo 4K bekommt die UHD Quad 4K über die Lüftungs-Schlitze auf der Oberseite und an den Flügeln des Receivers. In der Mitte der Oberseite thront der Schriftzug „GigaBlue“ mitsamt Logo. Schaut man sich die Anschlüsse auf der Rückseite an, zeigt sich der 4K Receiver von GigaBlue äußerst solide.

Die Anschlüsse bringen die Konkurrenten ins erste Straucheln

Die Anzahl an Anschlüssen ist die nächste Kampfansage der UHD Quad 4K an seine Konkurrenten aus den Lagern Dream Property und VU+. So überzeugt die Box mit satten fünf USB-Anschlüssen (drei Mal USB 2.0 und zwei Mal USB 3.0), die die beiden Gegner das erste Mal ins straucheln bringen. Sie weisen jeweils drei USB-Anschlüsse weniger auf. Der Plug & Play Tunersteckplatz sowie der SD-Karten-Steckplatz sind weitere nette Features der Box, gehören aber bei vergleichbaren 4K Receivern zum guten Ton. Die DM920 z.B. verfügt über einen weiteren (also insgesamt zwei) Tunersteckplatz. Bei der VU+ Solo ist es ein Steckplatz. Der HDMI 2.0 Ausgang der Gigablue UHD Quad 4K und ein optischer Ausgang (S/PDIF) versorgen den Fernseher, Beamer und Co. mit den gestochen scharfen, hochauflösenden Signalen. Der 4K Receiver verfügt zudem über einen e-Sata-Anschluss für 2,5‘‘ Festplatten sowie einen Ethernet Gigabit Lan-Anschluss, was die Konkurrenten DM920 und VU+ Solo 4K jedoch kalt lässt. Beide verfügen über einen Plug & Play Wechselrahmen für Festplatten und ebenfalls über jeweils einen Netzwerk-Anschluss. Die VU+ Solo verfügt zudem über integriertes WiFi.

Dass der erste GigaBlue UHD Quad 4K nicht nur aussieht wie ein Champion, sondern auch kämpft wie einer, zeigt der Blick unter die Haube.

Die GigaBlue UHD Quad 4K kämpft wie ein Champ

Die GigaBlue UHD Quad 4K steht seinen beiden Kontrahenten in Sachen Leistung und Technik in nichts nach. Der Dual Core ARM Prozessor sprintet in 12.000 DMIPS und hängt damit sogar die VU+ Solo mit ihren 10.000 DMIPS ab. Auch in Sachen Ram (2GB) kämpft die UHD Quad 4K im Schwergewicht mit und ist seinen beiden Kontrahenten sogar etwas voraus. GigaBlue hat seinem 4K Receiver DDR4 Ram spendiert. In Sachen Flash ist die 4K Box mit der VU+ Solo gleichauf. Die DM920 verfügt über das doppelte an Flash-Speicher (8 GB).

Dass der Newcomer UHD Quad 4K von GigaBlue nicht nur aussieht wie ein Champ, sondern auch so kämpft, zeigt der Blick ins Datenblatt: Enigma 2, Demodalutor 8 x DVB-S2 FBC, SAT>iP, Multiroom Serverfunktion bis zu 16 Clients, 2x DVB-S2 Tuner (FBC). Die maximale Auflösung liegt bei 3.840 x 2.160 Bildpunkten mit 60Hz. Dabei verarbeitet der GigaBlue UHD Quad 4K HEVC sowie VP9 kodierte Inhalte. Auch Streaming in 4K via YouTube unterstützt der Receiver.

Fazit

Die GigaBlue UHD Quad 4K wird sicherlich ein erfolgreicher 4K Receiver. Das Zeug dazu hat die Newcomer-Box jedenfalls. Sie kann es mühelos mit vergleichbaren 4K Receivern aufnehmen und kämpft auch preislich ungefähr in der gleichen Gewichtsklasse. Lediglich die Namen und das Prestige der etablierten Konkurrenten VU+ und Dream Property wirft einen Schatten auf den talentierten UHD-Newcomer. 

Weiterführende Artikel:

Wenn Sie wissen möchten, wie sich die Dreambox DM920 schlägt, lesen Sie diesen Artikel

Tags: Sat & Co, Review

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  • Gute Alternative zur DM920

    Ich wollte mir eigentlich die DM920 zulegen, hab mich aber im letzten Moment noch umentschieden. Was soll ich sagen? Ich bin sehr zufrieden mit dem GigaBlue Receiver.